Gemessen an der Tatsache, dass vor allem die US-Notenbank Fed rekordhohe Zinserhöhungen vorgenommen hat, hat sich der Goldpreis erstaunlich gut gehalten. Ende März hatte eine Unze Gold sogar über 1’800 Franken wert. Im Jahresrückblick betrug die Performance über 4 Prozent. Nachdem die Preiskurve gegen den Sommer hin etwas sank, sorgte der Nahost-Konflikt nun wieder für einen rasanten Anstieg des Goldpreises. Im Jahresrückblick beträgt resultiert eine Performance von immerhin 4 Prozent im Plus. Und so wie die Zeichen stehen, deutet alles darauf hin, dass sich Gold als krisensichere Anlage weiterhin behauptet.
Konnten die Zentralbanken mit ihrer Zinspolitik die Inflation ausbremsen? Ist das Schlimmste bereits überstanden?
Die Zentralbanken hatten auf die sich anbahnende Inflation zu spät reagiert und mussten umso härter eingreifen. Nachdem die Märkte lange Zeit durch Niedrigzinsen mit Geld geflutet wurden, folgte die rigorose Umkehr. Jetzt zeigt sich, welche Unternehmen nur dank den niedrigen Zinsen überleben konnten und welche fundamental auf eigenen Beinen stehen. Mit der konjunkturellen Abschwächung und der gleichzeitigen Inflation herrscht ein geldpolitisches Trilemma: Preisstabilität versus Finanzmarktstabilität versus Konjunkturstützung. Die Notenbanken befinden sich in der Zwickmühle. Experten wie die Autoren des bekannten Reports «In Gold We Trust» gehen davon aus, dass die Inflation in einzelnen Phasen weitergehen wird.

